Erfahrungsbericht mit Kanzlei Hering & Hermann   Erlangen
Über Rechtsanwalt Martin Hering - Erfahrungsbericht

Herr RA Hering vertrat als Gegenanwalt in familienrechtlichen Verfahren meine nunmehr Ex-Frau. Dies als transparente Info gleich vorweg.

Der von ihm/ihr  eingereichte Antrag wegen vermeintlich säumigem Kindesunterhalts wurde zutreffend vom OLG beurteilt: Ich hatte "keine Veranlassung" zur Klage gegeben. Seiner Mandantin wurden entsprechend 100% der Verfahrenskosten auferlegt. Beim Trennungsunterhalt wurde am OLG festgestellt, dass die gerichtlich eingeforderten, von RA Hering errechneten Trennungsunterhaltsansprüche nicht bestanden: Herr Hering hatte noch wenige Monate vor der Verhandlung 450 € vermeintlichen, monatlichen Trennungsunterhalt "berechnet" und gefordert, zudem alleine für zwei Monate direkt nach der Trennung vermeintliche, HANEBÜCHENE 3.696 € Unterhalt im Antrag der 1.Instanz. Im gerichtlichen Ergebnis - nach einer von ihm eingereichten Beschwerde in Folge vor dem  OLG - ergab sich,  dass seine Mandantin KEINE (!!!) Trennungsunterhaltsansprüche hatte. Seine vorgebrachten Rechtsauffassungen falsch. Trotz Verfügung des OLG vorab  blieb zudem das Vorbringen zu weiteren Einnahmen seiner Mandantin "nicht schlüssig" und „unzureichend“. Da jedoch ohnehin keine Trennungsunterhaltsansprüche bestanden, war dies hier nicht mehr von Belang.
„On Top“ erreichte mich nach Abschluss der Scheidung eine Inkassoforderung mit  3,16 € Verzugszinsforderung und Anwaltsgebühren i.H. von 166.80 € von RA Hering mit behauptetem Verzugsschaden aus einer von mir entgegenkommend, aus persönlichen Gründen zugesagten  Urlaubsbeteiligung i.H. von 2000,- € noch aus Ehezeiten an meine Ex-Frau. Auch diese Inkassotätigkeit von Hering machte leider eine gerichtliche Klärung erforderlich. Auf Einwände wurde außergerichtlich nicht reagiert. Wie er auf das Fälligkeitsdatum und Verzug  gekommen sein wollte, blieb mir daher bis zu seiner Klage völlig unklar.  Das Gericht stellte durch Beschluss fest, dass meine „Zahlung fristgerecht erfolgte“. Auch diese von RA Hering vorgebrachten Rechtsauffassungen waren schlicht FALSCH. Das Inkasso erfolgte VOR Fälligkeit.

Seine Mandantin muss die gesamten Verfahrenskosten und auch die von RA Hering erhobenen Inkassogebühren selbst bezahlen. Bemerkenswert weiterhin, dass RA Hering auf ein anwaltliches, fristbewehrtes Schreiben in Sache Trennungsunterhalt über 50 Tage zur Beantwortung benötigte: Zwei Erinnerungsschreiben waren nötig. Erst nach Ankündigung gerichtlicher Schritte erfolgte eine Antwort. Nach OLG-Verfügung waren die angeforderten Gehaltsabrechnungen seiner Mandantin aber „zur Bedarfsberechnung essentiell“. Noch vor Einreichen seiner gerichtlichen Anträge benötigte RA Hering ebenso weit über einen  Monat für ein außergerichtliches Antwortschreiben auf berechtigte Nachfragen zu den - nunmehr gerichtlich festgestellt - NICHT zutreffenden Trennungsunterhaltsforderungen. Berechtigt, weil auch das OLG später das bisherige Vorbringen von RA Hering diesbezüglich als „nicht schlüssig“ und „unzureichend“ benannte. Er bliebe bei seiner Rechtsauffassung: das dann die lapidare "Auskunft". Letztlich anzumerken sei, dass die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen (Prozess-) Betruges gegen meine Exfrau eingeleitet hat (Stand 31.07.20). Mit den gerichtlichen Ergebnissen kann ICH umfänglich natürlich höchst zufrieden sein. Die Verfahrenskosten für SEINE Mandantin belaufen sich in Summe dagegen bislang auf über 8.000 € - das ohne denkbare Kosten aus genanntem, möglicherweise vorliegenden Prozessbetrug.

Abschließend kann ich nur jedem empfehlen, sich immer selbst ein differenziertes Bild von der Strukturiertheit, Sachlichkeit, Kompetenz und auch der Eloquenz einer Anwältin/eines Anwalts  vor einer angedachten Mandatierung zu machen und mit der eigenen Erwartungshaltung und den eigenen Ansprüchen abzugleichen.

Update: Die Rechtsanwaltskammer Nürnberg sah sich veranlasst gegen Rechtsanwalt Hering ein berufsrechliches Verfahren einzuleiten.
Gegen seine von ihm vertretene Mandantin ist - so entnehme ich dem mir zugesandten Schreiben - von der Staatsanwaltschaft nach dem Ermittlungsverfahren ein Strafbefehlsverfahren wegen (Prozess-) Betrugs eingeleitet worden.

Einer weiteren Kommentierung bedarf dies eigentlich nicht. Der Leser mag und kann sich selbst ein Bild über die Anwaltstätigkeit von RA Hering bilden.

Anlass dieser Homepage ist  der nach Lektüre dieses Erfahrungsberichts wohl nachvollziehbare Ärger über die Form und das zugrundeliegende Verständnis anwaltlicher Tätigkeit.

Die Verhandlung am OLG Nürberg mit RA Hering als Gegenanwalt kann ich letztlich nur als Groteske oder Posse erachten:
Seine Mandantin erschien über 30 Minuten verspätet, da diese angenommen hatte, die Verhandlung sei am Amtsgericht Fürth. So musste der Senat aus drei Richtern, einer Protokollantin,  meine Anwältin und ich warten.
Die vom OLG vorab versandten Hinweise zu seinem  unschlüssigen, unsubstantiierten Vortrag hatte RA Hering nach seiner Angabe nicht erhalten. Der Zugang war jedoch von den Richtern in der Verhandlung umgehend klar belegbar. Seine Mandantin war deshalb auch darüber nicht informiert.

Das Auftreten, der "Vortrag", zum Teil völlig abwegige Rechtsauffassungen und nicht einmal nachvollziehbare Berechnngen von "Fachanwalt" Martin Hering veranlassten letztlich das Gericht - dem ich für die Ruhe und Geduld im Umgang mit diesem Anwalt höchsten Respekt zolle - zur Äußerung: "Herr Rechtsanwalt, wir sind hier nicht auf einem türkischen Basar ...." (Zitat gemäß Erinnerung).
Abzuwarten bleiben die sachlichen und objektiven Ergebnisse des berufsrechtlichen Verfahrens gegen RA Martin Hering und das Ergebnis des Strafbefehlsverfahrens wegen Prozessbetrugs.
(Stand 16.10.2020)


Ich verweise auch auf meine Rezession auf google-maps:

https://www.google.com/maps/place/Rechtsanwaltskanzlei+Hering+%26+Hermann/@49.59071,11.0023013,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47a1f8d971d40213:0x869a9e36f621f88b!8m2!3d49.59071!4d11.004


https://www.golocal.de/erlangen/rechtsanwaelte-arbeitsrecht/hering-hermann-ZCJ3H/